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Gesetzliche Unfallversicherung - SGB VII

Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine bedeutende Säule der Sozialversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung hat u. a. die Aufgabe nach Eintritt des Versicherungsfalls, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Versicherten wiederherzustellen und Versicherte oder Hinterbliebene nach Tod des Versicherten durch Geldleistung zu entschädigen.

 

Versicherungsfälle in der gesetzlichen Unfallversicherung sind Arbeitsunfälle und Berufs-krankheiten, § 7 Absatz 1 SGB VII. Dabei wird ein Versicherungsfall durch verbotswidriges Verhalten nicht ausgeschlossen, § 7 Absatz 2 SGB VII. 

 

 

Arbeitsunfall als Versicherungsfall in der Unfallversicherung:

 

Der Gesetzgeber hat den Begriff des Arbeitsunfalls in § 8 SGB VII gesetzlich definiert.

 

"(1) Arbeitsunfälle sind Unfälle von  Versicherten  infolge  einer  den  Versicherungsschutz  nach §§ 2,3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen."

 

Der Begriff des Arbeitunfalls ist weit zu verstehen. Hiervon werden insbesondere auch sogenannte Wegeunfälle erfaßt. Aber nicht nur Arbeitnehmer sind bei Verrichtung Ihrer Tätigkeit versichert, sondern noch weitere Personenkreise, wie z. B. Schüler in der Schule und weitere.

 

 

Berufskrankheit als Versicherungsfall in der Unfallversicherung:

 

Was unter einer Berufskrankheit zu verstehen ist, hat der Gesetzgeber in § 9 SGB VII festgelegt.

 

Die Berufskrankheiten-Liste (BK-Liste) führt die Krankenheiten auf, die Berufskrankheiten sind. Die BK-Liste ist in Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung (BKV) enthalten. Nach § 9 Absatz 1 Satz 2 SGB VII werden solche Krankheiten als Berufskrankheit bezeichnet, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihre versicherte Tätigkeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind. Unter bestimmten Voraussetzungen können nach § 9 Absatz 3 SGB VII aber auch andere Krankheiten, die nicht in der BK-Liste aufgeführt sind, wie eine Berufskrankheit als Versicherungsfall anerkannt werden.

Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen. Nach einem Arbeitsunfall erfolgt die Erstversorgung in der Regel durch Vertragsärzte der Krankenkasse. Die danach folgende Koordination, Betreuung und Behandlung übernimmt der Durchgangsarzt. Der Durchgangsarzt erstellt im Auftrag der gesetzlichen Unfallversicherung ein medizinisches Gut-achten und leitet dieses an die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

 

 

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung:

 

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung sind die umfangreichsten in der gesetzlichen Sozialversicherung. Auf Grundlage des Gutachtens entscheidet der Träger der Unfallversicherung durch Bescheid über die Leistungen. Leistungen in der gesetzlichen Unfallversicherungen müssen grundsätzlich nicht beantragt werden, sondern werden von Amts wegen erbracht, § 19 Satz 2 SGB IV.

 

Zu den Leistungen gehören insbesondere:

 

- Geldleistungen während Heilbehandlung und Teilhabe am Arbeits-

  leben

  ( Verletzengeld oder Übergangsgeld )

- Heilbehandlung

  ( z. B. Krankenhausaufenthalt, Arzneimittel, Zahnersatz )

- Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

  ( z. B. Ausbildung, Fortbildung, Umschukung )

- Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

  ( z. B. Kraftfahrzeughilfe, Wohnungshilfe, Haushaltshilfe )

- Leistungen bei Pflegebedürftigkeit

  ( z. B. ambulante oder stationäre Pflege )

- Renten an Versicherte

  ( Verletztenrente )

- Leistungen an Hinterbliebene

  ( Witwen- und Waisenrente )

 

 

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