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Rehabilitation (Reha)

Allgemeines zur Rehabilitation / REHA:

 

Es wird zwischen medizinischer und beruflicher Rehabilitation unter-schieden. Die medizinische Rehabilitation bezweckt, dass der Gesundheitszustand eines Menschen wiederhergestellt wird, verbessert wird oder erhalten bleibt, um am sozialen Leben in der Gesellschaft, Familie und Beruf teilhaben zu können. Die berufliche Rehabilitation bezweckt, die dauerhafte Wiederherstellung und Sicherung der Erwerbsfähigkeit und damit den Verbleib im Berufsleben. Die berufliche Reha-bilitation wird vom Gesetzgeber auch als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben bezeichnet. Der Begriff Rehabilitation wird auch kurz als Reha bezeichnet.

 

 

Leistungsträger der Rehabilitation / Reha:

 

Leistungsträger der Rehablitation können sein:

 

- Rentenversicherungsträger

- Krankenkasse

- Unfallversicherungsträger

- Bundesagentur für Arbeit

- Träger der Jugendhilfe

- Träger der Sozialhilfe

- Träger der Kriegsopferversorgung

 

Allgemeine Voraussetzungen einer Rehabilitation:

 

Leistungen der Rehabilitation müssen beantragt werden. Allgemeine Voraussetzungen für eine Rehabilitation sind immer, dass der Betroffene Rehabilitationsbedarf hat und rehabilitationsfähig ist, die Rehabilitationsmaßnahme notwendig ist und für eine Rehabilitation eine positive Prognose besteht.

 

Der Gesetzgeber erkannte die Gefahr, dass aufgrund möglicher Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen den Rehabilitationsträgern ein Antragsteller hin und her verwiesen wird. Der Gesetz-geber normierte daher eine Zuständigkeitsregelung  in  § 14 SGB IX. Diese Regelung soll verhindern, dass bei Streit zwischen Rehabilitationsträgern über die Zuständigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme der Antragsteller unnötig warten muss und die Streitigkeit zu seinen Lasten geht. Grob vereinfacht besagt die gesetzliche Regelung, dass ein Rehabilitationsträger innerhalb von zwei Wochen über einen Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation zu entscheiden hat. Hält ein Rehabilitationsträger sich für unzuständig, so hat er den Antrag an den nach seiner Auffassung zuständigen Rehabilitationsträger weiterzuleiten. Dieser ist an die Weiterleitung gebunden und hat über den Antrag zu entscheiden.

 

Rehabilition der Rentenversicherung:

 

Für erwerbstätig Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung ist grundsätzlich für medi-zinische oder berufliche Rehabilitation die gesetzliche Rentenversicherung zuständig, wenn ihre Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits vermindert ist.

Ein Anspruch auf Rehabilitation besteht für Versicherte, wenn sie die persönlichen Voraus-setzungen nach § 10 SGB VI und die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nach § 11 SGB VI erfüllen und kein Ausschluss der Leistungspflicht nach § 12 SGB VI besteht. Eine medizinische Rehabilitation erfolgt entweder ambulant oder statinär. Eine besondere Form der medizinischen Rehabilitation ist die Anschlussheilbehandlung (AHB). Die AHB findet im unmittelbaren Anschluss, spätens nach zwei Wochen, an einen stationären Krankenhausaufenthalt statt.

Für die Dauer einer Rehabilitationsmaßnahme zahlt die Rentenversicherung auf Antrag im Anschluss an die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber Übergangsgeld. Die Höhe des Übergangsgeldes beträgt für Versicherte ohne Kinder 68% und für Versicherte mit einem Kind mit Kindergeldanspruch 75% des Nettoarbeitsentgelts.

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