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Schwerbehindertenausweis

Wird ein Grad der Behinderung von mindestens 50 oder höher festgestellt, besteht das Recht auf einen Schwerbehindertenausweis. Auf Antrag wird der Ausweis ausgestellt.  Im Ausweis sind als Eintragungen nur Grad der Behinderung und zuerkannte Merkzeichen enthalten. Die zugrundeliegenden Gesundheitsstörungen sind im Ausweis nicht eingetragen.

 

Nachweis der Behinderung durch den Schwerbehinderten-ausweis:

 

Der Ausweis dient dem Nachweis der Schwerbehinderteneigenschaft und nicht der Feststellungs-bescheid über die Behinderung.

 

Für den Nachweis der Schwerbehinderteneigenschaft beim Arbeitgeber sollte der Arbeitnehmer nur den Ausweis vorlegen und nicht den Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes. Aus dem Feststellungsbescheid könnte  der Arbeitgeber nämlich die zugrundeliegenden Erkrankungen und konkreten Funktionsbeeinträchtigungen entnehmen.

 

Der Ausweis ist grundsätzlich für die Dauer von 5 Jahren gültig. Näheres zum Verwaltungs-verfahren,  Eintragungen  und  Gültigkeitsdauer regelt die Schwerbehindertenausweisverordnung ( SchwbAwV ).

 

Wer einen Nachteilsausgleich beanspruchen möchte, benötigt den Ausweis.

 

 

Nachteilsausgleich und Merkzeichen:

 

Der Nachteilsausgleich ist der Ausgleich für behinderungsbedingte Nachteile oder Mehraufwendungen. Bestimmte Nachteilsausgleiche hängen von der Höhe des festgestellten Grades der Be-hinderung ab. So besteht z. B. bei Schwerbehinderung mit einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr für Arbeitnehmer ein besonderer Kündigungsschutz, Anspruch auf Zusatzurlaub und die Möglichkeit früher Altersrente zu beziehen. Die Höhe steuerrechtlicher Vorteile richtet sich auch nach dem Grad der Behinderung. Andere Nachteilsausgleiche bestimmen sich nach den Merkzeichen. Merkzeichen werden nach der Art der Behinderung zugeteilt.

 

Merkzeichen sind z.B.:

 

"G"    - Gehbehinderung

"aG"  - außergewöhnlich Gehbehindert

"Bl"    - Blindheit

"Gl"   - Gehörlosigkeit

"B"    - Begleitung

"H"    - Hilflosigkeit

"RF"  - Rundfunkbefreiung

 

Durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist als neue Merkzeichen eingeführt:

 

TBI  - Taubblind

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