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Gesetzliche Pflegeversicherung - SGB XI

 

Das Sozialgesetzbuch (SGB), Elftes Buch (XI) beinhaltet die gesetzliche Pflegeversicherung und ist betitelt mit "Soziale Pflegeversicherung".

 

Die Gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Pflichtsicherung. Gesetzlich Krankenversicherte sind kraft Gesetzes in den Schutz der gesetzlichen Pflichtversicherung einbezogen.

 

Der Versicherungsfall ist der Eintritt der Pflegebedürftigkeit. Leistungen werden als Sachleistungen und / oder Geldleistungen erbracht. Die Leistungen sind in der Höhe begrenzt und hängen vom festgestellten Pflegegrad ab. Kosten der Pflege, die nicht abgedeckt sind, muss der Betroffene durch Einsatz der Rente und des eigenes Vermögens erbringen, wenn keine private Zusatz-versicherung zur Pflege eingreift. Können Kosten, die nicht gedeckt sind, aus eigenen Mitteln nicht erbracht werden, kann ein Anspruch auf Hilfe zur Pflege bestehen. Die Hilfe zu Pflege gehört zur Sozialhilfe nach dem SGB XII. Die Hilfe zur Pflege ist nachrangig. Bestehende Unterhaltsansprüche des Betroffenen gegen Verwandte (Kinder) sind vorrangig, sog. Eltern-unterhalt.

 

Seit ihrer Einführung im Jahre 1995 verzeichnet die gesetzliche Pflegeversicherung einen deutlichen Anstieg an Versicherungsfällen. Nachfolgend sind Zahlen des Statistischen Bundes-amtes zur gesetzlichen Pflegeversicherung angeführt. Das Statistische Bundesamt erhebt im Turnus von zwei Jahren Daten zur Pflege in Deutschland. Die letzten Daten wurden im Dezember 2015 erhoben.

 

Eckdaten der Pflegestatistik 2015

 

In Deutschland sind insgesamt 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig. Von den 2,9 Millionen pflegebedürftigen Personen werden 2,08 Millionen Personen zu Hause gepflegt. Das entspricht 73% an der Gesamtzahl. 783.000 Menschen werden in Heimen vollstationär versorgt. Das ent-spricht 27% an Gesamtzahl. Von den 2,08 Millionen Personen, die zu Hause gepflegt werden, werden 1,38 Millionen Pflegebedürftige von Angehörigen gepflegt und 692.000 durch ambulante Pflegedienste.

Im Vergleich zum Jahre 2013 ist die Zahl an Pflegebedürftigen 2015 um insgesamt 9% gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2001 ist ein deutlicher Anstieg von Pflegebedürftigen zu verzeichnen. Die Anzahl von Pflegebedürftigen, die vollstationär im Heim versorgt werden, ist um 32,4% gestiegen und die Anzahl von Pflegebedürftigen, die durch ambulante Pflegedienste versorgt werden, ist um 59,3% gestiegen.

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